Deutsche Meisterschaften IPSC Rifle 2026 in Philippsburg

IPSC

Vom Freitag, den 29. Mai bis zum Sonntag, den 31. Mai 2026 fand auf der Schießanlage Philippsburg die Deutsche Meisterschaft IPSC Rifle 2026 statt.

Beim IPSC-Schießen (International Practical Shooting Confederation) handelt es sich um eine Disziplin aus dem dynamischen Schießsport, welche sich immer größerer Beliebtheit erfreut.
Neben der Schusspräzision fließen hier auch die Bewegung der Schützen und der Zeitbedarf für das Absolvieren festgelegter Parcours in die Bewertung ein.

Bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft waren dreizehn verschiedene Parcours mit Schussentfernungen von bis zu 300 Metern zu absolvieren.

Unter den über 250 Teilnehmern waren neben deutschen Schützen auch Gäste aus dem europäischen Ausland und sogar aus der Mongolei.
Dort findet im kommenden Jahr die Weltmeisterschaft IPSC Rifle statt.

Von der Schützengilde Wäschenbeuren stellten sich zwei Schützen dem Wettkampf, welcher anspruchsvoll und abwechslungsreich gestaltet war.

Oftmals boten sich verschiedene Möglichkeiten, die Parcours zu absolvieren und somit auch die eigenen Fähigkeiten und Ausrüstung optimal zu nutzen. Gleichzeitig wurden alle Fertigkeiten des dynamischen Gewehrschießens gefordert.

Hierbei konnten mit einem dritten und einem zwölften Platz (1. Lady) großartige Ergebnisse erzielt werden.

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  • Czech National Championship IPSC Mini Rifle 2026

    Mit Präzision, Bewegung und Teamgeist – unser Abenteuer beim IPSC-
    Match in Tschechien


    Ein Wochenende voller neuer Erfahrungen, sportlicher Herausforderungen und jeder
    Menge Spaß!


    Auf nach Tschechien!
    Für sieben Schützinnen und Schützen der SGI Wäschenbeuren ging es am Wochenende
    des 25. Oktober 2026 nach Znojmo in Tschechien. Dort fand die Czech National
    Championship 2026 im PCC / Mini-Rifle statt, welches auch gleichzeitig als eines von
    mehreren Qualifikationsmatches für eine mögliche Startplatzbewerbung für die EM
    2027 oder auch für die WM 2028 ist.

    Nach einer langen Anreise erreichten wir zunächst unser Ziel. Anschließend blieb noch
    etwas Zeit, um die Stadt Znojmo zu erkunden. Den ersten Abend ließen wir bei einem
    gemeinsamen Essen mit einigen anderen deutschen Schützen gemütlich ausklingen.
    Dabei wurde natürlich schon fleißig über das bevorstehende Match gesprochen.
    Die Vorfreude war groß, aber auch eine gewisse Aufregung war dabei. Schließlich
    wussten wir noch nicht genau, was uns am nächsten Tag erwarten würde.

    Zwölf Stages und jede Menge Herausforderungen
    Am Schießstand angekommen, waren wir zunächst überrascht. Die Anlage und der
    Aufbau der einzelnen Stages unterschieden sich deutlich von dem, was wir bisher
    kannten. Überall standen Sichtschutzwände, Absperrungen und unterschiedlichste
    Zielaufbauten. Schon beim ersten Rundgang wurde klar: Hier würde es garantiert nicht
    langweilig werden!
    Nach der Anmeldung, bei der es sogar ein Erinnerungs-T-Shirt gab, konnte das
    Abenteuer beginnen.

    Insgesamt zwölf verschiedene Stages warteten auf die Teilnehmer. Jede davon hatte ihre ganz eigenen Besonderheiten. Auf manchen Parcours mussten die Ziele aus
    ungewöhnlichen Winkeln getroffen werden. Bei anderen war es notwendig, zwischen
    verschiedenen Positionen zu wechseln oder sich so zu positionieren, dass die Ziele
    überhaupt sichtbar wurden.
    Besonders spannend waren die beweglichen Ziele. Hier war neben einem sicheren
    Umgang mit der Sportwaffe auch das richtige Timing gefragt.
    Bevor eine Stage beschossen wird, dürfen sich die Teilnehmer den Parcours genau
    ansehen und überlegen, wie sie die Aufgabe am besten lösen.
    Doch sobald das Startsignal ertönt, zeigt sich, ob der ausgedachte Plan auch
    funktioniert!


    Zwischen Nervenkitzel und Erfolgserlebnis
    Doch mit jeder Stage wuchs die Sicherheit und auch die Freude an den
    abwechslungsreichen Aufgaben.
    Zwischendurch gab es kleinere technische Störungen an den Sportwaffen, die uns
    zusätzlich herausforderten. Aber auch solche Situationen gehören zu einem Wettkampf
    dazu. Wir ließen uns davon nicht entmutigen.
    Besonders schön war, dass wir uns gegenseitig unterstützten, mitfieberten und über
    gelungene Durchgänge freuten. Auch der Austausch mit den anderen Teilnehmern
    machte großen Spaß. Wir trafen viele nette Menschen, konnten neue Kontakte knüpfen
    und wertvolle Erfahrungen sammeln.
    Genau das macht solche Veranstaltungen aus: Natürlich möchte jeder ein gutes
    Ergebnis erzielen, aber ebenso wichtig sind die gemeinsame Begeisterung für den Sport,
    das faire Miteinander und die Freude daran, etwas Neues auszuprobieren.


    Müde, glücklich und um viele Erfahrungen reicher
    Nach einem langen und ereignisreichen Wettkampftag ließen wir den Abend ausklingen.
    Dabei gab es natürlich einiges zu erzählen: Besonders gelungene Stages, überraschende Herausforderungen und die eine oder andere lustige Situation sorgten für reichlich Gesprächsstoff.
    Am nächsten Tag ging es schließlich wieder in Richtung Heimat.
    Im Gepäck hatten wir nicht nur unsere Ergebnisse, sondern vor allem jede Menge neue
    Eindrücke, schöne Erinnerungen und die Gewissheit, dass sich die lange Fahrt gelohnt
    hatte.


    Unser Fazit: IPSC ist mehr als nur Schießen!
    Wer IPSC einmal erlebt hat, versteht schnell, warum dieser Sport so viel Begeisterung
    auslöst. Es geht um Präzision, Konzentration, Bewegung, schnelle Entscheidungen und
    darum, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen.
    Vor allem aber geht es um den Spaß am Sport und um die Gemeinschaft.
    Für uns war die Reise nach Tschechien ein rundum gelungenes Erlebnis. Wir konnten
    über den eigenen Tellerrand hinausschauen, neue Erfahrungen sammeln und uns mit
    anderen sportbegeisterten Menschen austauschen.


    Eines steht für uns fest: Es war sicher nicht unser letztes IPSC-Match!

  • Allmersbacher Herbstmatch – Mehrdistanz- & Fallplattencup
    Hallo zusammen, wir sind mitten in der Herbstzeit und dazu passend sind wir zu unseren Freunden nach Allmersbach in den Weinbergen (Remstal) gefahren. Hier konnte man sich am Sonntagvormittag in der Disziplin „Mehrdistanz“ beweisen. Wie der Name schon sagt wird hier zwischen 5 m und 20 m Entfernung auf die Scheiben geschossen, was alleine schon herausfordernd genug sein kann. Um den sportlichen Ehrgeiz noch ein Stückchen mehr zu fordern werden dann auch noch verschiedene Anschlagsarten gefordert. Das heißt, beidhändig schießen, mit der schussstarken Hand schießen sowie mit der schwachen Hand! Auch hier sind Treffgenauigkeit und Konzentration nötig. Mit verschiedenen Kurzwaffenarten haben wir diese Herausforderung aber sehr gut gemeistert und auch wieder jede Menge Spaß und Kameradschaft genießen können. Am Nachmittag stand dann die Disziplin „Fallscheibe Flinte“ auf dem Programm. Hierbei müssen auf 15 m Entfernung 5 Stahlscheiben umgeschossen werden. Auch hier wieder mit verschiedenen Flinten am Start, hat sich die SGi Wäschenbeuren tapfer geschlagen und mit 2,6 Sekunden für 5 Fallscheiben eine sehr gute Zeit erzielt. 4 Durchgänge wurden jeweils in dieser Disziplin geschossen. Unsere Freunde in Allmersbach haben uns wie immer mit Getränken und Essen versorgt, sodass es wieder ein sehr schönes Match und ein schöner Sonntag gewesen ist. Bis zum nächsten Mal!!
  • “Transilvania Match” – IPSC Handgun Match in Philippsburg
    Am Wochenende des 17.-18.10.26 machten sich Schützen/-innen auf den Weg ins Badische nach Philippsburg. Dort wurde das „Transilvania Match“ als ein Level 2 Kurzwaffen Match geschossen. Passend um die Halloween Zeit, gaben sich die Veranstalter alle Mühe, um insgesamt neun Stages (Parcours) dementsprechend gruselig zu gestalten. Dies galt ebenfalls für die Range Officers (Schiedsrichter). Aber nicht nur die Optik war beeindruckend, sondern auch alle neun Stages waren anspruchsvoll aufgebaut und forderten wieder einen gesunden Mix aus Treffsicherheit, Schnelligkeit und Strategie. Großen Wert wurde wie immer auf die Sicherheit aller Teilnehmer gelegt In verschiedenen Wertungsklassen eingeteilt, konnte dann jeder Schütze zeigen was in ihm steckt. Nach nur drei Stunden schießen konnten sich unsere Schützen/-innen dann auf respektable Ergebnisse freuen. Und so war es wieder einmal ein sehr schönes Match, bei dem der sportliche Ehrgeiz aber auch die Kameradschaft im Vordergrund standen. Nach dem Match ist bekanntlich vor dem Match, wir freuen uns auf die kommenden Veranstaltungen.
  • Vereinsmeisterschaften BDS-Gruppe SGi Wäschenbeuren genehmigt
    Der Antrag zur Genehmigung der internen Vereinsmeisterschaften der BDS-Gruppe wurde vom Landesverband am 19.10.2026 genehmigt. Somit werden die Vereinsmeisterschaften der SGi Wäschenbeuren / BDS-Gruppe als offizieller anerkannter Wettkampf am   Samstag, den 21. November 2026 ab 09:00 Uhr   im Schützenhaus der SGi Wäschenbeuren durchgeführt.   Als Wettkampf werden die Disziplinen
    • 25m Schießen mit Kurz- & Langwaffe
    • 25m Fallscheiben-Schießen mit Kurz- & Langwaffe
    • 25m Speed-Schießen mit Kurz- & Langwaffe
    gewertet. Weitere Einzelheiten sind aus der beigefügten Anlage zu entnehmen. Vereinsmeisterschaft 2026   Bitte Anmeldeschluss am 15.11.2026 beachten !
  • Nur der frühe Vogel fängt den Wurm – Deutsche Meisterschaften 3GUN 2026
    Nach diesem Motto machten sich zwei Schützen um halb sechs Uhr am Sonntagmorgen auf den Weg nach Philippsburg, um bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft 3GUN, welche vom 24.09.-27.09.2026 in der Schießanlage SAPB Phillipsburg stattfand, teilzunehmen. Zu einer späteren Uhrzeit sollte noch ein Dritter ebenfalls den Weg nach Phillipsburg finden. Um halb neun Uhr ging es dann für die einzige Schützin unserer Teilnehmer an den anspruchsvollen 3GUN Parcours. Es wurden fünf Stages (Parcours) mit einer Mindestanzahl an abzugebenden Schüssen absolviert. Auf den fünf unterschiedlichen Stages waren sowohl Stahlziele, zerbrechliche Ziele (Fliesen) als auch Papierziele (Ringscheiben als Büchsenziele und Speedscheiben als Kurzwaffenziele mit mindestens 83 Schuss aus der Kurzwaffe, 83 Schuss mit der Büchse sowie 44 Schuss mit der Flinte (36 Birdshot & 8 Slugs) zu beschießen. Es konnte hierbei ein starkes Ergebnis im 3GUN-Parcours durch unsere Teilnehmerin erreicht werden: 6. Platz Overall Standardklasse   Am späten Vormittag stieg dann der erste Teilnehmer in der 3GUN-Fertigkeit ein. Hierbei werden drei Waffen (Flinte/Kurzwaffe/Büchse) genutzt. Grundsätzlich ist eine Teilnahme in diesem Wettbewerb in acht unterschiedlichen Kategorien mit jeweils unterschiedlichen Waffentypen möglich. Der erste Teilnehmer der SGi absolvierte hierbei in zwei Kategorien jeweils zwei Durchgänge mit 15 Schuß gesamt und 5 Schuß pro Waffe je Durchgang. Nach der Mittagspause gesellten sich die anderen beiden Schützen hinzu und absolvierten ebenfalls jeweils zwei Starts mit zwei Durchgängen in denselben Kategorien. Es konnten die nachfolgenden Ergebnisse in 3GUN-Fertigkeit erreicht werden: 5. Platz Damen Kurzwaffenkaliber offene Visierung 9. Platz Herren Kurzwaffenkaliber offene Visierung 24. Platz Herren Kurzwaffenkaliber offene Visierung 1. Platz Damen Langwaffenkaliber offene Visierung 8. Platz Herren Langwaffenkaliber offene Visierung 14. Platz Herren Langwaffenkaliber offene Visierung     Doch was steckt überhaupt hinter den Disziplinen 3Gun-Fertigkeit und 3Gun-Parcours? Der Dreiklang der Waffen Der Name ist Programm: „3Gun“ steht für den obligatorischen Einsatz von drei grundverschiedenen Schusswaffen während einer einzigen sportlichen Übung (Parcours/Stage). Die Schützen müssen nacheinander mit einer Flinte (Repetier- oder halbautomatische Flinte), einer Kurzwaffe (halbautomatische Pistole oder Revolver) und einer Büchse (Repetier- oder halbautomatisches Gewehr) antreten. Geschossen wird ausschließlich in der anspruchsvollen Anschlagsart „stehend freihändig“. Das bedeutet für die Schützen: kein Anlehnen, kein Aufstützen – die Stabilisierung der Waffe erfolgt rein aus der eigenen Körperbeherrschung.   Festgelegter Ablauf statt freier Bewegung – 3GUN-Fertigkeit im BDS Im Gegensatz zur Variante „3GUN-Parcours“, bei der die Wege und Abläufe variabel gestaltet sind, ist die „3GUN-Fertigkeit“ strikt durchgetaktet: Die Zielgruppen Pro Waffe müssen exakt fünf Ziele unter Beschuss genommen werden. Meist handelt es sich um Metallklappscheiben, die nur als Treffer gewertet werden, wenn sie komplett umfallen. Die Distanzen Je nach Waffenart sind die Entfernungen präzise gestaffelt. Während mit der Flinte auf kurze Distanzen zwischen 7 und 15 Metern geschossen wird, rücken die Ziele für die Kurzwaffe bis zu 25 Meter weit weg. Bei der Büchse kommen – je nach Kaliber – Distanzen von über 8 bzw. 50 Metern zum Einsatz. Bei der diesjährigen DM 2026 wurden mit der Flinte die Ziele aus 15m Entfernung, mit der Kurzwaffe aus 20m Entfernung und mit der Büchse aus einer Entfernung von 25m beschossen. Der Kampf gegen die Sekunden Das Reglement ist gnadenlos digital: Die Wertung basiert auf der Gesamtzeit, die mittels eines akustischen Timers gemessen wird. Nach dem Startsignal nimmt der Schütze die erste, unterladene Waffe von der Ablage auf, feuert seine Schüsse ab, sichert die Waffe und legt sie in eine vorgegebene, sichere Richtung zurück. Erst dann darf er zur nächsten Schießposition gehen. Ein Nachladen ist während der Übung strikt verboten. Wer seine begrenzte Munition (maximal 8 Schuss für Pistole/Büchse, 6 Schuss für die Flinte) verbraucht, ohne alle Ziele getroffen zu haben, muss weiterziehen. Das bittere Resultat Für jedes nicht getroffene Ziel sowie für jeden Ablauffehler werden der Schießzeit unbarmherzige 10 Sekunden Strafzeit hinzugerechnet. Am Ende gewinnt schlicht der Schütze mit der kürzesten Gesamtzeit. Sicherheit als oberstes Gebot Trotz der Dynamik und der tickenden Uhr steht die Sicherheit an absolut erster Stelle. Das Regelwerk des BDS lässt keinen Spielraum für Fehler: Sogenanntes „Sweeping“ – also das unbedachte Schwenken der Mündung in Richtung von Personen oder eines eigenen Körperteils – führt ebenso zur sofortigen Disqualifikation vom gesamten Wettbewerb wie das Ablegen einer nicht gesicherten Waffe oder das Bewegen zwischen den Positionen mit einer Waffe in der Hand.     Dynamik, Taktik und absolute Waffenbeherrschung: Das 3GUN-Parcours-Schießen im BDS Der ultimative Härtetest für Sportschützen: Wie die Parcours-Disziplin des Bundes Deutscher Sportschützen (BDS) Athleten durch wechselnde Barrieren, flexible Zielmedien und die Jagd nach dem perfekten „Hitfaktor“ fordert. Höchste Konzentration unter körperlicher Bewegung, taktisches Geschick und der blitzschnelle Wechsel zwischen drei völlig verschiedenen Waffensystemen. Das „BDS-3GUN-Parcours-Schießen“ gilt als die Königsklasse des dynamischen Schießsports. Während bei der verwandten „Fertigkeits“-Disziplin die Abläufe und Schusszahlen noch strikt pro Position vorgegeben sind, bricht im Parcours die Stunde der Strategen an. Hier wartet auf die Schützen ein fließendes, physisch forderndes Wettkampfszenario, das Mensch und Material alles abverlangt. Ein Sportler, drei Waffengattungen Auch im Parcours bleibt der namensgebende Dreiklang bestehen: Jeder Athlet muss eine Kurzwaffe (Pistole oder Revolver), eine halbautomatische Büchse (Gewehr im Langwaffenkaliber oder Langwaffe im Kurzwaffenkaliber, sogenannte PCC) und eine Flinte (Repetier- oder halbautomatische Flinte) beherrschen. Je nach Ausrüstungsklasse – von der klassischen „Standardklasse“ über die „Praktische Klasse“ mit Leuchtpunktvisieren bis hin zur „Offenen Klasse 1 und 2“, in der hochentwickelte Optiken, Zweibeine und Kastenmagazin-Flinten erlaubt sind – misst sich die sportliche Elite in separaten Wertungsgruppen. Was die Parcours-Disziplin so faszinierend macht, ist der Aufbau der Schießübung. Die Schützen bewegen sich durch ein künstliches Areal, das durch physische Begrenzungslinien – sogenannte „Fault Lines“ – und Barrieren wie Netze oder Absperrbänder begrenzt ist. Die Krux dabei: Die Barrieren sind so konstruiert, dass der Schütze niemals alle Ziele aus einer einzigen Position heraus beschießen kann. Er muss sich bewegen, in die Knie gehen oder auch im Liegen schießen. Manchmal auch in ungünstigen oder ungewohnten Schießpositionen (schwache Schulter/schwache Hand oder ungünstige Anschlagsmöglichkeiten für lange Distanzen über 200 m). Im Gegensatz zur „Fertigkeit“ dürfen die Waffen hier meist voll geladen gestartet werden, sofern sie direkt zu Beginn in der Hand oder im Holster geführt werden. Auch das Nachladen von Magazinen, die am Gürtel mitgeführt werden, ist im laufenden Parcours ausdrücklich erlaubt und taktisch notwendig. Die Mathematik des Erfolgs: Der „Hitfaktor“ Die Abrechnung am Ende einer Übung folgt einem hochentwickelten mathematischen Prinzip. Es gewinnt nicht einfach der Schnellste oder der Treffsicherste, sondern derjenige mit dem besten Verhältnis aus beidem – dem sogenannten Hitfaktor. Die Ziele Beschossen wird eine abwechslungsreiche Mischung aus Papier- (z.B. BDS-Speed- oder Ringscheiben), Stahlziele (Klappscheiben) und alternativen Zielen wie Luftballons oder zerbrechliche Ziele (Wurfscheiben, kleine Fliesen, etc). Die Berechnung: Die Punkte für alle getroffenen Ziele werden addiert. Davon werden bittere Strafpunkte abgezogen – ein einziges verfehltes Ziel (Fehlschuss) schlägt mit -20 Punkten zu Buche, ebenso wie ein Ablauffehler (z.B. das Übertreten einer Fault Line beim Schuss oder das Nichtbeachten einer in der Stagebeschreibung vorgegebenen Schieß- oder Startposition). Das Ergebnis Diese Gesamtpunktezahl wird durch die exakte benötigte Zeit dividiert. Der Schütze mit dem höchsten Hitfaktor erhält die maximale Punktzahl für den Parcours, alle anderen werden prozentual daran gemessen. Sicherheit duldet keine Fehler Trotz der enormen Dynamik und des Adrenalinkicks ist die Sicherheit das unumstößliche Fundament des Sports. Der Zugang zum Parcours-Schießen ist streng reglementiert: Nur Schützen, die einen speziellen BDS- oder IPSC-Sicherheits- und Regeltest bestanden haben, dürfen überhaupt an den Start gehen. Die kleinste Unachtsamkeit führt zur sofortigen Disqualifikation vom gesamten Wettkampf (Match-DQ). Wer eine Waffe fallen lässt, sie ungesichert ablegt, unbeabsichtigt einen Schuss abgibt oder beim Bewegen die Mündung über eigene oder fremde Körperteile schwenken lässt („Sweeping“), fliegt sofort aus der Wertung und muss den Wettbewerb abbrechen. Das BDS-3GUN-Parcours-Schießen zeigt eindrucksvoll moderne, athletische Maßstäbe Ein anspruchsvoller Leistungssport, bei dem ein kühler Kopf, körperliche Fitness und  absolute Disziplin über den Sieg entscheiden.