Westernschießen – Cowboy Action Shooting (CAS)
Dynamischer Schießsport im Stil des Wilden Westens
Westernschießen, international bekannt als Cowboy Action Shooting (CAS), ist eine der außergewöhnlichsten Disziplinen im Schießsport. Sie verbindet dynamisches Schießen mit dem Konzept der „Living History“.
Geschossen wird im historischen Outfit der amerikanischen Pionierzeit – der Hochzeit der Cowboys im späten 19. Jahrhundert. Ziel ist es, nicht nur sportlich erfolgreich zu sein, sondern auch den Geist des Wilden Westens authentisch zu erleben.
Beim Cowboy Action Shooting absolvieren die Teilnehmer sogenannte Stages (Parcours):
– festgelegter Ablauf pro Stage
– verschiedene Zielabfolgen
– unterschiedliche Entfernungen
– Einsatz mehrerer Waffen
Wertungssystem:
– geschossen wird auf Zeit
– Fehlschüsse oder falsche Reihenfolge → Zeitstrafen
– Sieger ist der Schütze mit der geringsten Gesamtzeit
Ein Wettkampf kann:
– bis zu 16 Stages umfassen
– sich über mehrere Tage erstrecken
Jede Stage ist einzigartig – abwechslungsreich, dynamisch und anspruchsvoll.
Geschossen wird hauptsächlich auf Stahlziele:
– Fallziele – kippen sichtbar um
– Gongs – geben ein deutlich hörbares „Pling“
Anders als bei klassischen Disziplinen gibt es:
– keine Ringwertung
– keine Trefferzonen
Entscheidend sind Treffer und Geschwindigkeit.
Die Waffen des Wilden Westens
Zum Einsatz kommen ausschließlich Waffen aus der Zeit der amerikanischen Pionierära (ca. 1866–1890):
– zwei Single-Action-Revolver
– Unterhebelrepetierer (Lever Action Rifle)
– Schrotflinte
Berühmte Beispiele:
– Colt Single Action Army
– Winchester Model 1873
Diese Waffen sind weltweit bekannt und wurden durch zahlreiche Westernfilme zu echten Ikonen.
Westernschießen ist eng mit dem Gedanken der historischen Darstellung verbunden:
– authentische Kleidung (Hut, Hemd, Stiefel)
– passende Ausrüstung
– individuelle Rollen („Alias“)
Viele Schützen erleben den Sport als Zeitreise, während Zuschauer ein beeindruckendes Bild historischer Szenen erleben.
Westernschießen ist gelebte Geschichte.
Sicherheit hat auch beim Westernschieße oberste Priorität:
– verpflichtender Sicherheits- und Regeltest (SuRT) vor Teilnahme
– Vermittlung aller relevanten Sicherheitsregeln
– regelmäßige Anpassungen im Sporthandbuch
Jeder Schütze ist verpflichtet, sich vor Wettkämpfen über aktuelle Regeln zu informieren.
Einstieg für Anfänger („Greenhorns“)
Der Einstieg ist unkompliziert:
– Leihwaffen bei vielen Vereinen verfügbar
– Teilnahme auch ohne eigene Ausrüstung möglich
– einfache Kleidung für den Anfang ausreichend
Ideal für alle, die den Sport unverbindlich kennenlernen möchten.
In Deutschland wird Cowboy Action Shooting in mehrere Klassen unterteilt:
– 1870
– 1880
– 1890
Unterschiede bestehen u. a. in:
– Waffenwahl
– Kleidung
– Ausrüstung
International wird CAS durch die Single Action Shooting Society (SASS) organisiert.
Die BDS-Regeln orientieren sich daran, sind jedoch nicht vollständig identisch.
Was macht Cowboy Action Shooting besonders?
– Kombination aus Dynamik und Präzision
– historisches Ambiente und authentische Darstellung
– abwechslungsreiche Wettkämpfe
– starke Gemeinschaft
Eine Disziplin, die Sport, Geschichte und Erlebnis einzigartig verbindet.
Cowboy Action Shooting ist weit mehr als nur ein Schießsport. Es ist ein Erlebnis, das Technik, Geschwindigkeit und historische Atmosphäre vereint.
Jede Stage bringt neue Herausforderungen – und jedes Match eine Reise zurück in den Wilden Westen.
Wer einmal dabei ist, erlebt Schießsport auf eine ganz besondere Art.
Weitere Details sind aus dem internationalen Regelwerk der SASS sowie dem deutschen Regelwerk des BDS – Western sowie auf der Internetseite des BDS unter “Western” zu entnehmen.