Das Silhouetten-Schießen ist eine traditionsreiche Disziplin im Bund Deutscher Sportschützen 1975 e. V. (BDS), bei der es auf höchste Präzision und Kontrolle ankommt.
Ziel ist es, metallische Tier-Silhouetten durch einen gezielten Treffer zum Umfallen zu bringen.
Im Gegensatz zu klassischen Scheibendisziplinen zählt hier nicht nur der Treffer selbst – sondern ausschließlich der sichtbare Erfolg: Das Ziel muss fallen.
Beim Silhouetten-Schießen wird auf speziell gefertigte Stahlziele in Tierform geschossen:
– Huhn (Chicken)
– Schwein (Pig)
– Truthahn (Turkey)
– Widder (Ram)
Diese Ziele stehen in festgelegten Entfernungen und müssen durch die Energie des Geschosses umgeworfen werden.
Die Entfernungen variieren je nach Disziplin:
Kleinkaliber & Feldpistole
– 25 Meter
– 50 Meter
– 75 Meter
– 100 Meter
Großkaliber
– 50 Meter
– 100 Meter
– 150 Meter
– 200 Meter
Geschossen wird von einer festen Feuerlinie aus auf die jeweiligen Zielgruppen.
Entscheidend: Nur ein umfallendes Ziel zählt als Treffer – ein bloßer Einschlag reicht nicht aus.
Eine Besonderheit des Silhouetten-Schießens ist die große Bandbreite an zugelassenen Waffen:
– Double-Action- und Single-Action-Revolver
– Selbstladepistolen
– Repetier- und Einzelladerpistolen
– Langwaffen
– Büchsen mit Zylinderverschluss
– Fallblockbüchsen
– Einzellader- und Mehrladesysteme
Je nach Waffenart ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an Technik, Haltung und Schießrhythmus.
Silhouetten-Schießen ist technisch anspruchsvoll und fordert vom Schützen:
– Freihändiges Schießen ohne Auflage
– präzise Visierung auf unterschiedliche Entfernungen
– gleichbleibende Schießtechnik
– ausreichende Geschossenergie zur Zielwirkung
Gerade bei größeren Distanzen und kleineren Silhouetten steigt der Schwierigkeitsgrad deutlich an.
Erfolgreiches Silhouetten-Schießen basiert auf:
– sauberer Abzugskontrolle
– stabiler Körperhaltung
– exakter Kenntnis von Waffe und Munition
– mentaler Ruhe und Konzentration
Da jeder Schuss sichtbar bewertet wird, ist die Disziplin besonders ehrlich – Treffer oder kein Treffer, Erfolg oder Misserfolg.
Was macht Silhouetten-Schießen besonders?
– klare, sofort sichtbare Trefferanzeige
– Kombination aus Präzision und Energieübertragung
– abwechslungsreiche Entfernungen und Zielgrößen
– sowohl für Kurz- als auch Langwaffenschützen geeignet
Der Moment, in dem das Ziel fällt, macht den besonderen Reiz dieser Disziplin aus – für Schützen wie auch Zuschauer.
Silhouetten-Schießen beim BDS ist eine vielseitige und anspruchsvolle Disziplin, die Präzision, Technik und Konzentration vereint.
Die Kombination aus unterschiedlichen Waffen, Entfernungen und klarer Trefferwertung macht diesen Sport besonders spannend und abwechslungsreich.
Eine Disziplin, die sportliche Herausforderung und visuelle Dynamik auf einzigartige Weise verbindet.
Detaillierte Beschreibung der Disziplin sind aus dem BDS-Regelwerk Silhouette, BVA Waffengenehmigungen 2019 sowie BVA Waffengenehmigungen 2025 zu entnehmen.